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1.- 4. Dimension

Ich entwickle eine Studie zu Einflussfaktoren und deren Bezug zueinander, die direkt auf das Leben jedes Individu- ums als auch die gesamte Menschheit wirken. Das Projekt fußt auf der Betrachtung und Analyse der uns bekannten räumlichen (Planet) und zeitlichen Dimensionalitäten (Existenz). Diese sind

  • Ursprung – Der Kern des Seins (1. Dimension) | Punkt

  • Entwicklung – Der Prozess der Evolution (2. Dimension) | Linien

  • Infrastruktur – die Architektur des Lebens (3. Dimension) | Raum

  • Individualität - die individuelle Sicht des Menschen (4. Dimension) | Interaktion

Die zirkulär wirkenden Einflussfaktoren, sogenannte Komponenten, werden in der Skizze (nachfolgend) als Kreise dargestellt. Deren Besonderheit ist es, immer wieder an ihren Anfang zurückzukehren und somit nachhaltig zu sein. Dazu zählen vor allem die „Zeit“ und die „universelle Vernetzung“.
Die skizzierten Linien geben stetige Komponenten wieder. Diese wirken nicht nachhaltig und erschöpfen sich in der Zukunft. Prominente Beispiele dafür sind die Auflösung der Ressourcen und die Ausbeutung der Natur.

Mit meinem Projekt verfolge ich das Ziel zu vermitteln, dass wir vollumfassende Nachhaltigkeit gewährleisten kön- nen. Dazu bringe ich den „Sinn“ und den „Wert“ in Bezug zueinander. Beides hat seinen Ursprung im Kern des Seins und ist damit seit jeher eng miteinander verbunden. Ferner besitzt sowohl der Sinn als auch der Wert Schnittstellen mit der Zeit und der Infrastruktur, die der Mensch selbst geschaffen hat. Diese Schnittstellen repräsentieren die Eck- punkte der Architektur des Lebens.

Im Laufe der Arbeit an dieser Studie kann es dazu kommen, dass weitere Komponenten, als die bislang genannten, in die Betrachtung mit einbezogen werden. Es entstehen möglicherweise zusätzliche Einflussfaktoren, Abhängigkeiten aber auch Entwicklungspotenziale.

Dies übersetze ich wie folgt:

Die sich in der 2-Dimensionalität zeigenden Einflussfaktoren werden separiert auf Plexiglas gezeichnet und mit Ab- stand hintereinander in einer Ebene gehängt.
Die geradlinigen ggf. auch kreisförmigen Verbindungen bilden optische Schnittstellen mit den dahinter und davor hängenden Zeichnungen.
So entsteht ein Dreidimensionalität, die die materielle, die immaterielle als auch die institutionelle Infrastruktur und damit die grundlegenden Architekturkomponenten unseres Seins in sich vereint.

zwischen den Polycarbonatplatten befindlichen Volumenkörpers.
Zum Leben erweckt und damit in die vierte Dimension eintreten wird der Volumenkörper und die jeweiligen Schnitt- punkte der Faktoren durch den Menschen. Je nach Ausganspunkt, Blickrichtung und Perspektive entstehen unter- schiedliche Schnittkörper. Sobald der Betrachter an das Objekt herantritt und mit diesem interagiert, wenn er es aus der Nähe, der Distanz, verharrend oder sich bewegend betrachtet und es berührt entsteht eine Dynamik. Er erlebt sich selbst, als Teil und aktiver Mitgestalter der drei Dimensionen, den Ursprung des Seins, den Prozess seiner Ent- wicklung, denn Sinn seines Lebens und den Wert seiner Existenz.

Mein Studienergebnis, ein installatives Kunstwerk, soll, in simplifizierter Form der Komplexität des Lebens, alles ver- einen, was die Dimensionssprünge erzeugt. Damit lasse ich, mit dem Ziel der Nachhaltigkeit und somit des ewigen Lebens, die Form der Funktion folgen.

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4. Dimension - Der Betrachter

Je nach Ausgangspunkt, Körpergröße und Perspektive verändern sich die Schnitt- stellen der verschiedenen Faktoren und Einflüsse - übersetzt vom alltäglichen Leben jedes Einzelnen. Der daraus resultierende Volumenkörper und die Über- schneidung der Faktoren ist demnach individuell vom Betrachter abhängig - der 4. Dimension.

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